Der Zentralrat der Jenischen hat im Haus der Bundespressekonferenz einen Katalog mit sieben wissenschaftlichen Gutachten vorgestellt. Mit diesen Gutachten erfüllt der Zentralrat die erforderlichen wissenschaftlichen Nachweise zu den fünf Kriterien für die Anerkennung der Jenischen als Nationale Minderheit.
Petra Pau (Fraktion Die Linke) forderte eine Neubewertung der Gutachten sowie die Gewährung der seit Langem ausstehenden Anerkennung. Zudem regte sie an, im Januar eine Anhörung im Innenausschuss des Deutschen Bundestages durchzuführen.
Klaus Vater, politischer Berater des Zentralrats, wies auf die weiterhin bestehende Diskriminierung von Jenischen im Alltag hin und unterstrich die Notwendigkeit eines wirksamen Minderheitenschutzes. Der wissenschaftliche Referent Martti Zeyer erläuterte, dass Sprache, Kultur und ethnische Eigenständigkeit der Jenischen in den Gutachten fundiert belegt seien.
Der Vorsitzende des Zentralrats der Jenischen, Renaldo Schwarzenberger, forderte Bundesinnenminister und Bundesregierung auf, die neue Sachlage zu prüfen, die Gutachten neu zu bewerten und die überfällige Anerkennung umzusetzen. Die fachlichen Vorarbeiten seien abgeschlossen; nun liege es an Politik und Regierung, die notwendigen Schritte einzuleiten.
Der Zentralrat dankt Petra Pau sowie allen Beteiligten für ihre Unterstützung.
Das Gutachten können Sie auf der Unterseite Medien nachlesen.