Gedenken in Dachau
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Der Zentralrat der Jenischen setzt sich beim Gedenken an die Befreiung des KZ Dachau für mehr Sichtbarkeit jenischer Opfer ein.
Der Zentralrat der Jenischen hat am 3. Mai 2026 an der Gedenkveranstaltung zum 81. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Dachau teilgenommen. Auf Einladung der bayerischen Gedenkstätten war auch der Vorsitzende Renaldo Schwarzenberger vor Ort und beteiligte sich an der Kranzniederlegung zum Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus.
Im Rahmen der Veranstaltung führte der Zentralrat Gespräche mit hochrangigen Politikerinnen und Politikern sowie Vertreterinnen und Vertretern von Opfergruppen und Vereinen. Dabei wurde deutlich: Die jenischen Opfer der NS-Zeit müssen stärker in der Erinnerungskultur berücksichtigt werden. Der Zentralrat setzt sich dafür ein, ihre Geschichte sichtbarer zu machen und dem Vergessen dieser Opfergruppe aktiv entgegenzuwirken.
Gerade das Konzentrationslager Dachau steht auch für das Schicksal jenischer Menschen: So waren unter anderem Max Schwarzenberger, der dort mehrfach als Zwangsarbeiter inhaftiert war, sowie Nikolaus Hof und weitere Jenische Opfer des NS-Terrors.
Mit der Kranzniederlegung erinnert der Zentralrat der Jenischen an ihr Leid und mahnt: Nie wieder ist jetzt.