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Zentralrat der Jenischen in Deutschland zu Gast im Bayerischen Landtag

Der Zentralrat der Jenischen in Deutschland e.V. war im Juni zu Gast im Bayerischen Landtag. Im Mittelpunkt der Gespräche standen die Anliegen der Jenischen, ihre öffentliche Wahrnehmung in Bayern und die angestrebte Anerkennung des jenischen Volkes in Deutschland.

Vom 16. bis 18. Juni empfing der Bayerische Landtag den Zentralrat der Jenischen in Deutschland e.V. Der 1. Vorsitzende Renaldo Schwarzenberger nahm gemeinsam mit weiteren Vertreterinnen und Vertretern des Zentralrates an Gesprächen mit Abgeordneten des Landtags teil.

Im Mittelpunkt der Beratungen standen die Verbesserung der öffentlichen Wahrnehmung der Jenischen im Freistaat Bayern, eine Einschätzung der aktuellen politischen Situation sowie konkrete Anliegen der Jenischen in Deutschland. Ein besonderes Augenmerk lag dabei auf dem zentralen Ziel des Zentralrates: dem Erhalt der jenischen Kultur und der Anerkennung des jenischen Volkes in der Bundesrepublik Deutschland.

Die Jenischen sind seit Jahrhunderten Teil der europäischen Kultur und Geschichte. Dennoch steht ihre offizielle Anerkennung als nationale Minderheit in Deutschland bislang aus. Der Zentralrat setzt sich deshalb dafür ein, die Sichtbarkeit der Jenischen zu stärken, Vorurteile abzubauen und ihre Sprache, Kultur und Geschichte stärker in das öffentliche Bewusstsein zu rücken.

Im Rahmen des Besuchs fand unter anderem ein Austausch mit Markus Rindersbacher, Vizepräsident des Bayerischen Landtags und europapolitischer Sprecher der SPD, statt. Rindersbacher zeigte großes Engagement für die Anliegen der Jenischen und unterbreitete wertvolle Vorschläge für zukünftige Initiativen. Der Zentralrat dankte ihm ausdrücklich für das offene Gespräch und die konstruktiven Impulse.

Ein prägnantes und zugleich sehr aufschlussreiches Gespräch führte der Zentralrat zudem mit Jenny Schack, Abgeordnete der CSU. Schack setzt sich in ihrem Wahlkreis Günzburg aktiv für die Interessen der Jenischen ein und zeigte großes Interesse an den konkreten Herausforderungen, Erfahrungen und Perspektiven der Minderheit.

Auch mit Cemal Bozoğlu von Bündnis 90/Die Grünen fand ein konstruktiver Austausch statt. Dabei konnten wichtige politische Informationen geteilt und weitere Perspektiven auf Minderheitenrechte in Bayern und Deutschland besprochen werden. Herr Bozoğlu engagiert sich mit großem persönlichen Einsatz für die Rechte von Minderheiten und zeigte sich offen für die Anliegen des Zentralrates.

Darüber hinaus begrüßte Tobias Reiß, Erster Vizepräsident des Bayerischen Landtags, den Zentralrat der Jenischen als Ehrengäste im Bayerischen Landtag. Diese Wertschätzung wurde von den Vertreterinnen und Vertretern des Zentralrates mit Dankbarkeit aufgenommen.

Der Zentralrat der Jenischen in Deutschland e.V. bedankte sich herzlich beim Bayerischen Landtag sowie bei allen Gesprächspartnerinnen und Gesprächspartnern für die Berücksichtigung, das entgegengebrachte Interesse und die angenehmen, sachlichen und konstruktiven Gespräche. Der Besuch hat deutlich gemacht, wie wichtig der direkte Austausch zwischen Politik und Minderheitenvertretungen ist. Nur durch Dialog, gegenseitiges Verständnis und konkrete politische Schritte können die Anliegen der Jenischen stärker sichtbar gemacht und langfristig verbessert werden.

Der Zentralrat wird die gewonnenen Impulse in seine weitere Arbeit aufnehmen und den politischen Dialog auch künftig aktiv fortführen.


© Zentralrat der Jenischen